Knappe Kiste: HC VfL Heppenheim II ringt HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden II nieder
Mit einem hauchdünnen 32:33 (16:19) Auswärtssieg startete die zweite Mannschaft des HC VfL Heppenheim am vergangenen Sonntag in die Rückrunde. In einer Partie, die bis zur letzten Minute auf Messers Schneide stand, bewies das Team von Coach Schütz letztlich Nervenstärke und Erfahrung.
Holpriger Start nach der Winterpause
Die ungewohnte Anwurfzeit um 14 Uhr schien den Heppenheimern nicht zu bekommen. Von Beginn an fand die Mannschaft nicht zu ihrem gewohnten Rhythmus. Die sonst so kompakte und aggressive Abwehr zeigte ungewohnte Lücken, durch die die Gastgeber immer wieder zu einfachen Toren kamen. Besonders die Rückraumwürfe der HSG konnten nicht effektiv bekämpft werden, was auch den Torhütern die Arbeit erschwerte.
Die fehlende Trainingsintensität über die Winterpause – erst drei Einheiten seit Jahresbeginn – machte sich deutlich bemerkbar. Im Angriff agierten die Heppenheimer zu statisch, das Spiel stockte und jeder Treffer musste hart erarbeitet werden. Hinzu kam eine schwache Chancenverwertung, die den Weiterstädter Keeper regelrecht warmwarf. Weil auch bei den Weiterstädtern nicht alles klappte, ging es trotzdem mit einer Drei-Tore-Führung (16:19) für Heppenheim in die Kabine.
Dramatische zweite Hälfte
Trotz klarer Halbzeitansprache, in der mehr Aggressivität in der Abwehr und ein flüssigeres Angriffsspiel gefordert wurden, startete der HC VfL denkbar schlecht in den zweiten Durchgang. Die Gastgeber glichen schnell aus, und fortan entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Mal lag Heppenheim knapp vorne, dann wieder die HSG – kein Team konnte sich entscheidend absetzen.
Selbst eine Überzahlsituation kurz vor Schluss konnte nicht zum vorentscheidenden Vorsprung genutzt werden. Erst in den letzten Spielminuten gelang es den Gästen, durch ihre größere Erfahrung und spielerische Klasse das Pendel auf ihre Seite zu ziehen und den knappen 32:33-Sieg über die Zeit zu bringen..
Erfahrung gibt den Ausschlag
„Im Endeffekt waren wir als Mannschaft die Erfahreneren", resümierte ein erleichterter Trainer nach dem Spiel. „Wir haben es geschafft, nach dieser eher schwachen Leistung – ich würde sagen, es war bisher unsere schwächste Saisonleistung – das Spiel trotzdem zu gewinnen."
Als positiv hob er die Breite des Kaders hervor. Jeder eingesetzte Spieler konnte seinen Beitrag zum Erfolg leisten. Besonders Marc Schäffauer mit sieben Treffern, Philipp Schmitt (6), Christopher Haag und Rouven Werle (je 5) sowie Simon Meier (4) zeigten sich treffsicher. Auch Jonas Schütz (3) sowie Daniel Guthier, Yannick Brand und Dominik Bangert (je 1) trugen sich in die Torschützenliste ein. Johannes Scholz, Nico Jung, Benjamin Haller, Niels Hannken und Frederik Saul komplettierten das Team, das gemeinsam den wichtigen Auswärtssieg sicherte.
Blick nach vorne
Nun gilt es, in den kommenden Trainingseinheiten wieder mehr Spielfluss und Selbstverständnis im Angriff zu entwickeln. Bereits am nächsten Sonntag steht das Heimspiel gegen die zweite Mannschaft von Trebur auf dem Programm. Anwurf in der heimischen Halle ist um 18 Uhr. „Da heißt es, konzentriert aufzutreten, von Beginn an unsere Stärken wieder auszuspielen und dann auch diesen Heimsieg einzufahren", blickt Jonas Schütz voraus. Danach können sich die Spieler auf eine wohlverdiente Fastnachtspause freuen.
Torschützen HC VfL Heppenheim:
Marc Schäffauer (7), Philipp Schmitt (6), Christopher Haag (5), Rouven Werle (5), Simon Meier (4), Jonas Schütz (3), Daniel Guthier (1), Yannick Brand (1), Dominik Bangert (1)