Lehrgeld bezahlt, aber nicht die Köpfe hängen lassen: wC-Jugend startet mit Niederlage in die Bezirksoberliga
Bezirksoberliga, weibliche C-Jugend | HSG Riedstadt – TuS Zwingenberg 33:24 (15:11)
Der erste Pflichtspieltag nach der geschafften Bezirksoberliga-Qualifikation – und gleich ein Blick in den Spiegel der neuen Liga. Bei der HSG Riedstadt kassierte unsere weibliche C-Jugend am Ende eine 24:33-Niederlage. Das Ergebnis klingt nach mehr, als das Spiel tatsächlich hergab, denn über weite Strecken hielten unsere Mädels sehr gut mit – gegen einen Gegner, der ihnen in Sachen Alter und Körperlichkeit einiges voraus hatte.
Ungleiche Ausgangslage von Anfang an
Schon der Blick auf die Aufstellungen zeigte den Unterschied: Während Riedstadt fast geschlossen mit Spielerinnen des Jahrgangs 2012 auflief, schickte Zwingenberg ein Team aufs Feld, das sich aus den Jahrgängen 2012, 2013, 2014 und 2015 zusammensetzt. Ein Jahr, manchmal zwei Jahre Unterschied machen in dieser Altersklasse körperlich enorm viel aus – und genau das bekamen unsere Mädels an diesem Nachmittag in der Großsporthalle Erfelden deutlich zu spüren.
Spielbericht auf Nuliga: https://hhv-handball.liga.nu/cgi-bin/WebObjects/nuLigaHBDE.woa/wa/groupMeetingReport?meeting=8322404&championship=Darmstadt+26%2F27&group=511797
Erste Halbzeit: Mutig und auf Augenhöhe
Der Start ließ davon zunächst wenig ahnen. Zwingenberg hielt gut mit, ging früh in Führung und kämpfte sich immer wieder zurück, wenn Riedstadt vorlegte. Jasmin Lehrian war von Beginn an treffsicher und brachte ihr Team mehrfach heran, Frida Rücker und Marta Grote steuerten ebenfalls frühe Tore bei. Zur Pause stand es 15:11 – ein Rückstand von nur vier Toren, mit dem alle gut leben konnten, wenn man bedenkt, gegen wen man hier antrat.
Zweite Halbzeit: Die Körperlichkeit fordert ihren Tribut
Nach der Pause blieb Zwingenberg zunächst dran und zeigte immer wieder starke Reaktionen: Hanna Baer und die Rücker-Zwillinge Frida und Helena hielten mit sehenswerten Treffern den Anschluss, Mira Lennert setzte mit einem verwandelten Siebenmeter und zwei weiteren Toren in der Schlussphase nochmal ein Ausrufezeichen. Doch je länger das Spiel dauerte, desto mehr machte sich die körperliche Überlegenheit der älteren Riedstädterinnen bemerkbar. Zwingenberg musste in dieser Phase mehrere Zwei-Minuten-Strafen hinnehmen und konnte das Tempo der Gastgeberinnen nicht mehr durchgängig mitgehen – am Ende stand ein 33:24, das die Realität zweier unterschiedlicher Jahrgangsstufen widerspiegelt.
Der Rückhalt im Tor
Eine, die trotz der Niederlage besonders hervorzuheben ist, ist Torhüterin Lea Langen. Gegen eine spielstarke und körperlich überlegene Offensive hielt sie ihr Team über 60 Minuten im Spiel und verhinderte mit zahlreichen starken Paraden einen noch höheren Rückstand. Ohne ihre Konstanz zwischen den Pfosten wäre das Ergebnis deutlich unangenehmer ausgefallen.
Alle Spielerinnen mit Einsatz
Am Ende zählen bei einem Debüt in einer neuen, deutlich stärker besetzten Liga nicht nur Tore. Trotzdem: Jasmin Lehrian (5 Tore) war an diesem Tag die treffsicherste Zwingenbergerin, dicht gefolgt von Hanna Baer und Frida Rücker (je 4 Tore). Helena Rücker und Mira Lennert steuerten je 3 Treffer bei, Lea Hanisch traf zweimal, Hannah Meon, Marta Grote und Havin Silan Dönmez jeweils einmal. Ipek Nas Karakas kämpfte im Kader mit, ohne selbst zu treffen, und Lea Langen hielt im Tor die Stellung. Betreut wurde das Team an der Seitenlinie von Sibylle Droll und Katharina Hörl.
Fazit: Ein ehrliches erstes Zeugnis
24:33 gegen einen Gegner mit deutlichem Altersvorteil – das ist kein Grund, den Kopf hängen zu lassen, sondern eine realistische Standortbestimmung zum Ligastart. Unsere Mädels haben gezeigt, dass sie mit den Älteren mithalten können, wenn Körper und Kondition es zulassen, und dass sie auch im Rückstand nicht aufgeben. Jetzt heißt es: Lehren ziehen, weiter an Kraft und Robustheit arbeiten – und mit diesem Kampfgeist in die nächsten Spiele gehen.
Weiter so, Mädels – wir stehen hinter euch! 💪